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Es zählt nur ein Sieg

A-Ligist SG Viernheim kann am Sonntag mit einem Auswärtssieg beim TSV Schönau auf den Relegationsplatz springen

SG Viernheim-Stürmer Julian Ferraraccio.

Der Druck ist enorm, die Ausgangslage klar definiert: Für die SG Viernheim zählt am Sonntag im Auswärtsspiel beim TSV Schönau ausschließlich ein Sieg. Nur mit drei Punkten kann der A-Ligist aus Südhessen den direkten Konkurrenten überholen und auf den Relegationsplatz springen, den derzeit noch die Gastgeber mit einem Vorsprung von zwei Zählern innehaben. Der Anstoß erfolgt um 15 Uhr, und die Bedeutung dieser Partie ist kaum zu überschätzen.

Sechs Spieltage vor dem Ende der Saison spitzt sich die Lage im Tabellenkeller weiter zu. Für die Viernheimer eröffnet sich nun eine möglicherweise entscheidende Gelegenheit, den direkten Abstiegsplatz zu verlassen und sich zumindest die Chance auf den Klassenerhalt über die Relegation zu sichern. Angesichts der verbleibenden Spiele könnte diese Begegnung bereits richtungsweisend sein – ein Erfolg würde neue Hoffnung entfachen, eine Niederlage hingegen die Situation erheblich verschärfen. Zusätzliche Brisanz erhält das Duell durch die Erinnerung an das Hinspiel. Damals hatte Viernheim im heimischen Familiensportpark West zwischenzeitlich mit 2:1 geführt und schien auf einem guten Weg zu sein, wichtige Punkte einzufahren. Doch die Partie kippte in der Schlussphase, am Ende stand eine bittere 2:3-Niederlage. Ein Szenario, das sich aus Sicht der Südhessen keinesfalls wiederholen darf.

Entsprechend groß ist die Anspannung vor dem Aufeinandertreffen. Intern dürfte klar formuliert worden sein, worauf es ankommt: Konsequenz über die gesamte Spielzeit, defensive Stabilität und Effizienz im Abschluss. Denn ein weiterer Rückschlag hätte weitreichende Folgen. Sollte es nicht gelingen, den direkten Konkurrenten zu bezwingen, würde sich der Abstand vergrößern und die Perspektive auf den Klassenerhalt deutlich eintrüben.

In diesem Fall müsste sich die Sportgemeinschaft ernsthaft mit einem Neuanfang in der Kreisklasse B auseinandersetzen. Genau dieses Szenario soll jedoch mit aller Macht verhindert werden. Die Partie in Schönau ist damit weit mehr als nur ein weiteres Ligaspiel-sie ist ein Schlüsselspiel im Kampf um den Verbleib in der A-Liga.

Text & Bild: VT

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„Endlich haben wir Fußball gespielt“

SG Viernheim gewinnt beim Tabellenletzten SC Blumenau mit 4:0 und schöpft neue Hoffnung im Abstiegskampf der Kreisklasse A

Mit einem überzeugenden Auswärtssieg hat die SG Viernheim im Abstiegskampf der Kreisklasse A ein deutliches Lebenszeichen gesendet. Beim Tabellenletzten SC Blumenau setzten sich die Südhessen klar mit 4:0(2:0) durch und konnten dabei nicht nur drei wichtige Punkte verbuchen, sondern auch ein lange vermisstes Erfolgserlebnis feiern: Erstmals in dieser Saison blieb die Mannschaft ohne Gegentor.

Von Beginn an trat Viernheim dominant auf und kontrollierte das Spielgeschehen nahezu durchgehend. Die Gäste erspielten sich bereits in der Anfangsphase zahlreiche hochkarätige Torchancen, scheiterten jedoch zunächst an der eigenen Chancenverwertung. Trotz der spielerischen Überlegenheit dauerte es bis zur 34. Minute, ehe Daniel Jeremic den Bann brach und seine Mannschaft in Führung brachte. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Baris Unvar auf 2:0 und sorgte damit für eine beruhigende Ausgangslage zur Halbzeit.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild unverändert. Viernheim agierte druckvoll und ließ dem Gegner kaum Raum zur Entfaltung. In der 50. Minute baute Emre Gülmez die Führung weiter aus, bevor Kim-Pascal Boysen in der 65. Minute per Elfmeter den 4:0-Endstand herstellte. Defensiv zeigte sich die Mannschaft dabei ungewohnt stabil und ließ über die gesamte Spielzeit hinweg kaum nennenswerte Chancen des Gegners zu.

Die personellen Voraussetzungen waren dabei alles andere als optimal. Stammtorhüter Daniel Sopov stand nicht zur Verfügung und wurde durch Azad Aslan ersetzt, der seine Aufgabe souverän erfüllte. Zudem fehlten Andrew Schmitt krankheitsbedingt sowie Domenik Herrmann aufgrund einer Rotsperre. Dennoch präsentierte sich die Mannschaft geschlossen und entschlossen.

Spielertrainer übt Selbstkritik

Nach dem Schlusspfiff zeigte sich Spielertrainer Steven Schreck erleichtert über die Leistung seines Teams.

„Endlich haben wir Fußball gespielt“

lautete sein Fazit, das die insgesamt überzeugende Darbietung treffend zusammenfasste. Gleichzeitig übte er auch Selbstkritik und verwies auf ungenutzte Chancen, die ein noch deutlicheres Ergebnis möglich gemacht hätten. Mit diesem Sieg hat die SG Viernheim ihre Ausgangsposition im Tabellenkeller spürbar verbessert. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt nun lediglich zwei Punkte, bei noch sieben ausstehenden Spieltagen ist damit wieder alles möglich. Die nächste Gelegenheit, den positiven Trend fortzusetzen, bietet sich am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen die SG Hemsbach. Anstoß ist um 15 Uhr im Familiensportpark West, wo die Viernheimer den nächsten Schritt im Kampf um den Klassenerhalt gehen wollen.

Für die SG Viernheim spielten:
Aslan-Ilgüner, Hanselmann(75.Kamara), Schreck(85.Izci), Yagiz(80.Peterhänsel), Unvar, Boysen, Jeremic(65.Herzog), Gülmez(57.Ferraraccio), Kempf, Sonko.

Text: VT

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„Viernheimer Tageblatt“ nennt die Gründe, warum der SG Viernheim bislang keine Aufholjagd in der Kreisklasse A gelang

Es fehlt an Konstanz, Stabilität und Effizienz

Ein Aktivposten bei der SG Viernheim ist Daniel Jeremic.

Nach dem vielversprechenden Neustart unter Spielertrainer Steven Schreck schien sich für die SG Viernheim Anfang März eine Wende im Abstiegskampf der Kreisklasse A anzubahnen. Der 4:3-Erfolg am 8. März im Derby beim TSV Amicitia Viernheim 2 im Waldstadion wurde als Signal gewertet, dass die „Orangenen“ die erhoffte Aufholjagd starten könnten. In den Wochen danach blieb dieser Trend jedoch aus. Statt sich entscheidend zu verbessern, verharrt die Mannschaft weiterhin im Tabellenkeller und liegt mittlerweile fünf Punkte hinter dem Relegationsplatz zurück. Der drohende Abstieg in die Kreisklasse B ist damit ein realistisches Szenario geblieben. Das „Viernheimer Tageblatt“ nennt drei Gründe, warum eine Aufholjagd bisher nicht gelang.

Erstens: Die Kader-Qualität wird überschätzt. Eine genauere Betrachtung der bisherigen Entwicklung zeigt mehrere Ursachen für die ausbleibende Trendwende. Ein zentraler Punkt ist die Einschätzung der eigenen Kaderqualität. Auf dem Papier verfügt die SG Viernheim über Spieler, die nicht zwingend in den Abstiegskampf gehören müssten. Namen allein entscheiden jedoch keine Spiele, und genau hier liegt das Problem. Die Mannschaft schafft es bislang nicht, ihr vorhandenes Potenzial konstant auf den Platz zu bringen. Hinzu kommt, dass Trainer Steven Schreck bislang selten auf seine bestmögliche Formation zurückgreifen konnte. Immer wieder fehlten wichtige Akteure, sei es aus beruflichen, gesundheitlichen oder verletzungsbedingten Gründen. Torjäger Julian Ferraraccio stand zeitweise nicht zur Verfügung, Co-Trainer Marc Hanselmann musste krankheitsbedingt passen, und auch Kim-Pascal Boysen konnte nur unregelmäßig eingesetzt werden. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Tabelle nach 22 Spieltagen ein klares Bild zeichnet.

„Die Tabelle lügt nicht“

heißt es entsprechend aus dem Umfeld des Teams. Zudem wird intern kritisch angemerkt, dass die Leistungen einzelner Spieler auf dem Platz nicht mit den eigenen Ansprüchen übereinstimmen. Technische Unsauberkeiten und einfache Fehler prägen immer wieder das Spiel, was die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit zusätzlich verdeutlicht.

19 Gegentore in sechs Partien

Zweitens: Das Defensivverhalten. Ein weiterer entscheidender Faktor ist das Defensivverhalten. Gerade in den bisherigen Partien des Jahres 2026 offenbaren sich deutliche Schwächen. In sechs Spielen kassierte die SG Viernheim 19 Gegentore, während offensiv immerhin zwölf Treffer erzielt wurden. Die offensive Ausbeute ist für ein Team im Tabellenkeller durchaus beachtlich, doch die defensive Instabilität wiegt schwerer. Im Schnitt mehr als drei Gegentore pro Partie zuzulassen, erschwert es erheblich, Spiele erfolgreich zu gestalten. Auch nach dem Trainerwechsel gelang es bislang nicht, die Defensive nachhaltig zu stabilisieren. Immer wieder führen individuelle Fehler oder Abstimmungsprobleme zu Gegentoren, die den eigenen Aufwand zunichtemachen.

„Wir machen uns das Leben selbst schwer“

Drittens: SG Viernheim schlägt sich selbst. Hinzu kommt ein dritter Aspekt, der sich wie ein roter Faden durch die bisherigen Spiele zieht: Die SG Viernheim bringt sich häufig selbst um mögliche Punkte. Mehrere Partien hätten nach Spielverlauf und Chancenverhältnis durchaus erfolgreicher gestaltet werden können. Bei der 1:2-Heimniederlage gegen den FV Leutershausen ließ die Mannschaft zahlreiche Möglichkeiten ungenutzt, während beim 2:2 gegen den SV Sandhofen zwei frühe Platzverweise das Team massiv schwächten. Auch beim 3:5 gegen den SC United Weinheim zeigte sich ein ähnliches Bild: Trotz zwischenzeitlicher Spielkontrolle geriet die Mannschaft durch einen schnellen Doppelschlag auf die Verliererstraße.

„Wir machen uns das Leben selbst schwer“

lautet eine treffende Einschätzung aus dem Umfeld der Mannschaft.

Noch acht Spiele Zeit

Die Summe dieser Faktoren erklärt, warum die erhoffte Aufholjagd bislang ausgeblieben ist. Trotz einzelner positiver Ansätze fehlt es an Konstanz, Stabilität und Effizienz in entscheidenden Momenten. Dennoch ist die Saison noch nicht entschieden. Acht Spiele stehen noch aus, und rechnerisch besteht weiterhin die Möglichkeit, zumindest den Relegationsplatz zu erreichen. Voraussetzung dafür ist jedoch eine deutliche Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die SG Viernheim die nötigen Anpassungen vornehmen kann, um den drohenden Abstieg doch noch abzuwenden.

Text & Bild: VT

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