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„Viernheimer Tageblatt“ nennt die Gründe, warum der SG Viernheim bislang keine Aufholjagd in der Kreisklasse A gelang

Es fehlt an Konstanz, Stabilität und Effizienz

Ein Aktivposten bei der SG Viernheim ist Daniel Jeremic.

Nach dem vielversprechenden Neustart unter Spielertrainer Steven Schreck schien sich für die SG Viernheim Anfang März eine Wende im Abstiegskampf der Kreisklasse A anzubahnen. Der 4:3-Erfolg am 8. März im Derby beim TSV Amicitia Viernheim 2 im Waldstadion wurde als Signal gewertet, dass die „Orangenen“ die erhoffte Aufholjagd starten könnten. In den Wochen danach blieb dieser Trend jedoch aus. Statt sich entscheidend zu verbessern, verharrt die Mannschaft weiterhin im Tabellenkeller und liegt mittlerweile fünf Punkte hinter dem Relegationsplatz zurück. Der drohende Abstieg in die Kreisklasse B ist damit ein realistisches Szenario geblieben. Das „Viernheimer Tageblatt“ nennt drei Gründe, warum eine Aufholjagd bisher nicht gelang.

Erstens: Die Kader-Qualität wird überschätzt. Eine genauere Betrachtung der bisherigen Entwicklung zeigt mehrere Ursachen für die ausbleibende Trendwende. Ein zentraler Punkt ist die Einschätzung der eigenen Kaderqualität. Auf dem Papier verfügt die SG Viernheim über Spieler, die nicht zwingend in den Abstiegskampf gehören müssten. Namen allein entscheiden jedoch keine Spiele, und genau hier liegt das Problem. Die Mannschaft schafft es bislang nicht, ihr vorhandenes Potenzial konstant auf den Platz zu bringen. Hinzu kommt, dass Trainer Steven Schreck bislang selten auf seine bestmögliche Formation zurückgreifen konnte. Immer wieder fehlten wichtige Akteure, sei es aus beruflichen, gesundheitlichen oder verletzungsbedingten Gründen. Torjäger Julian Ferraraccio stand zeitweise nicht zur Verfügung, Co-Trainer Marc Hanselmann musste krankheitsbedingt passen, und auch Kim-Pascal Boysen konnte nur unregelmäßig eingesetzt werden. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Tabelle nach 22 Spieltagen ein klares Bild zeichnet.

„Die Tabelle lügt nicht“

heißt es entsprechend aus dem Umfeld des Teams. Zudem wird intern kritisch angemerkt, dass die Leistungen einzelner Spieler auf dem Platz nicht mit den eigenen Ansprüchen übereinstimmen. Technische Unsauberkeiten und einfache Fehler prägen immer wieder das Spiel, was die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit zusätzlich verdeutlicht.

19 Gegentore in sechs Partien

Zweitens: Das Defensivverhalten. Ein weiterer entscheidender Faktor ist das Defensivverhalten. Gerade in den bisherigen Partien des Jahres 2026 offenbaren sich deutliche Schwächen. In sechs Spielen kassierte die SG Viernheim 19 Gegentore, während offensiv immerhin zwölf Treffer erzielt wurden. Die offensive Ausbeute ist für ein Team im Tabellenkeller durchaus beachtlich, doch die defensive Instabilität wiegt schwerer. Im Schnitt mehr als drei Gegentore pro Partie zuzulassen, erschwert es erheblich, Spiele erfolgreich zu gestalten. Auch nach dem Trainerwechsel gelang es bislang nicht, die Defensive nachhaltig zu stabilisieren. Immer wieder führen individuelle Fehler oder Abstimmungsprobleme zu Gegentoren, die den eigenen Aufwand zunichtemachen.

„Wir machen uns das Leben selbst schwer“

Drittens: SG Viernheim schlägt sich selbst. Hinzu kommt ein dritter Aspekt, der sich wie ein roter Faden durch die bisherigen Spiele zieht: Die SG Viernheim bringt sich häufig selbst um mögliche Punkte. Mehrere Partien hätten nach Spielverlauf und Chancenverhältnis durchaus erfolgreicher gestaltet werden können. Bei der 1:2-Heimniederlage gegen den FV Leutershausen ließ die Mannschaft zahlreiche Möglichkeiten ungenutzt, während beim 2:2 gegen den SV Sandhofen zwei frühe Platzverweise das Team massiv schwächten. Auch beim 3:5 gegen den SC United Weinheim zeigte sich ein ähnliches Bild: Trotz zwischenzeitlicher Spielkontrolle geriet die Mannschaft durch einen schnellen Doppelschlag auf die Verliererstraße.

„Wir machen uns das Leben selbst schwer“

lautet eine treffende Einschätzung aus dem Umfeld der Mannschaft.

Noch acht Spiele Zeit

Die Summe dieser Faktoren erklärt, warum die erhoffte Aufholjagd bislang ausgeblieben ist. Trotz einzelner positiver Ansätze fehlt es an Konstanz, Stabilität und Effizienz in entscheidenden Momenten. Dennoch ist die Saison noch nicht entschieden. Acht Spiele stehen noch aus, und rechnerisch besteht weiterhin die Möglichkeit, zumindest den Relegationsplatz zu erreichen. Voraussetzung dafür ist jedoch eine deutliche Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die SG Viernheim die nötigen Anpassungen vornehmen kann, um den drohenden Abstieg doch noch abzuwenden.

Text & Bild: VT

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Belebenes Element für die Offensive

Badou Sonko ein Hoffnungsschimmer beim abstiegsbedrohtem A-Ligisten SG Viernheim

Starke Pässe und viele Laufwege

Badou Sonko

Die sportliche Lage beim abstiegsbedrohten A-Ligisten SG Viernheim bleibt angespannt. Ein Sieg, ein Unentschieden und vier Niederlagen prägen bislang die Bilanz im Kalenderjahr 2026 – Zahlen, die die schwierige Situation der Mannschaft im Tabellenkeller deutlich widerspiegeln. Inmitten dieser durchwachsenen Phase richtet sich der Blick jedoch verstärkt auf einen Spieler, der nach längerer Pause wieder zur Verfügung steht und neue Impulse ins Offensivspiel bringt: Badou Sonko.

Nach einer verletzungs-und privatbedingten Abwesenheit in der Vorrunde ist Sonko inzwischen wieder fester Bestandteil des Teams und sorgt vor allem im Angriffsspiel für neue Dynamik. Seine Rückkehr wird innerhalb der Mannschaft als wichtiger Faktor im Kampf um den Klassenerhalt gesehen. Besonders auffällig ist dabei seine Spielweise, die von Übersicht, Laufstärke und mannschaftsdienlichem Verhalten geprägt ist. Immer wieder sucht Sonko mit präzisen Pässen den besser postierten Mitspieler und versucht, das Spiel nach vorne zu strukturieren.

Wie bedeutend seine Rolle für die Offensive der Viernheimer inzwischen ist, zeigte sich eindrücklich am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen SC United Weinheim. In einer Partie, die letztlich mit 3:5 verloren ging, setzte Sonko ein wichtiges Zeichen. Beim zwischenzeitlichen 1:1 eroberte er energisch den Ball und leitete unmittelbar den Angriff ein. Mit einem gezielten Zuspiel bediente er Spielertrainer Steven Schreck, der den Ball entschlossen im Netz unterbrachte. Die Szene unterstrich nicht nur Sonkos Spielverständnis, sondern auch seine Fähigkeit, entscheidende Momente einzuleiten.

Auffällig ist zudem seine enorme Laufbereitschaft. Sonko ist sowohl im Mittelfeld als auch im Angriff nahezu auf dem gesamten Spielfeld präsent, beteiligt sich an Defensivaktionen ebenso wie an Offensivvorstößen und schließt damit wichtige Lücken im Spiel der SG Viernheim. Diese Vielseitigkeit macht ihn zu einem wichtigen Bindeglied zwischen den Mannschaftsteilen. Gleichzeitig wird jedoch deutlich, dass seine mannschaftsdienliche Spielweise auch Grenzen hat. In manchen Situationen könnte ein direkter Abschluss oder mehr Eigeninitiative zusätzliche Gefahr für das gegnerische Tor bringen. Er sieht oft den besser postierten Mitspieler, doch manchmal wäre ein schneller Abschluss die bessere Wahl.

Stark als Vorlagengeber

Die Zahlen unterstreichen die Bedeutung zusätzlicher Offensivimpulse. Mit bislang 31 erzielten Treffern stellt die SG Viernheim eine der schwächeren Angriffsreihen der Liga. In der aktuellen Phase des Abstiegskampfes ist daher jede kreative und spielerische Verstärkung von großer Bedeutung. Sonko kann dabei eine Schlüsselrolle einnehmen – vor allem als Vorlagengeber, der Chancen vorbereitet und das Spieltempo bestimmt. Gleichzeitig bleibt festzuhalten, dass ihm in dieser Saison bislang noch kein eigener Treffer gelungen ist. Angesichts der verbleibenden acht Partien gewinnt seine Formkurve weiter an Bedeutung. Die Hoffnung im Umfeld der SG Viernheim richtet sich darauf, dass Sonko nicht nur als Antreiber und Vorbereiter fungiert, sondern auch selbst torgefährlicher wird. Der Abstand zu den rettenden Plätzen ist gering genug, um noch eine Wende zu ermöglichen, doch dafür bedarf es konstanter Leistungen und individueller Akzente. So bleibt Badou Sonko in einer schwierigen Saisonphase einer der wenigen Lichtblicke. Seine Rückkehr bringt Struktur und Bewegung ins Spiel der Viernheimer-Qualitäten, die im engen Rennen um den Klassenerhalt den entscheidenden Unterschied ausmachen könnten.

Text & Bild: VT

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Letzte Chance für die „Orangenen“

A-Ligist SG Viernheim muss am kommenden Sonntag beim Tabellenletzten SC Blumenau gewinnen, um noch Chancen auf den Klassenerhalt zu haben

Für den A-Ligisten SG Viernheim spitzt sich die Lage im Abstiegskampf der Kreisklasse A dramatisch zu. Am kommenden Sonntag steht für die Mannschaft aus Südhessen eine Partie an, die bereits im Vorfeld den Charakter eines Endspiels angenommen hat. Am 12. April gastieren die Viernheimer beim Tabellenletzten SC Blumenau, Anstoß ist um 15 Uhr. Die Ausgangslage lässt dabei kaum Interpretationsspielraum zu: Nur ein Sieg hält die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben.

Acht Begegnungen stehen in der laufenden Saison noch aus, rechnerisch sind somit noch 24 Punkte zu vergeben. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt aktuell fünf Zähler. Diesen belegt derzeit der TSV Schönau, auf den die SG Viernheim zudem am 26. April in einem direkten Duell treffen wird. Rein mathematisch scheint die Situation damit noch offen, doch ein genauerer Blick auf das Restprogramm verdeutlicht die prekäre Lage der „Orangenen“. Die Mannschaft um Spielertrainer Steven Schreck sieht sich in den verbleibenden Partien mit einem äußerst anspruchsvollen Spielplan konfrontiert. In den letzten fünf Begegnungen warten Gegner aus der oberen Tabellenhälfte, darunter der aktuelle Spitzenreiter, der Zweitplatzierte sowie weitere Teams aus dem oberen Mittelfeld. Angesichts der zuletzt gezeigten Leistungen erscheint es wenig wahrscheinlich, dass aus diesen Spielen entscheidende Punkte gewonnen werden können. Die Konsequenz daraus ist eindeutig: Die nötigen Zähler müssen in den verbleibenden, vermeintlich machbaren Partien eingefahren werden-allen voran im Duell mit dem Schlusslicht.

Dramatisches Hinspiel

n der Hinrunde siegte die SG am 12. Oktober 2025 durch ein Tor von Julian Ferraraccio (Bild) in der Nachspielzeit mit 3:2.

Gerade deshalb kommt der Begegnung mit dem SC Blumenau eine Schlüsselrolle zu. Der Tabellenletzte hat bislang eine schwierige Rückrunde hinter sich und alle sieben Spiele nach der Winterpause verloren. Dennoch trennt beide Mannschaften lediglich ein Abstand von zwei Punkten, was die Brisanz der Partie zusätzlich erhöht. Ein Sieg der Gastgeber würde die SG Viernheim weiter in Bedrängnis bringen, während ein Erfolg der Viernheimer die Ausgangslage zumindest vorübergehend verbessern könnte.

Ein Blick auf das Hinspiel zeigt, wie eng die Kräfteverhältnisse zwischen beiden Teams sind. Am 12. Oktober 2025 setzte sich die SG Viernheim nur knapp mit 3:2 durch. Den entscheidenden Treffer erzielte Julian Ferraraccio erst in der Nachspielzeit, was die Partie zu einem nervenaufreibenden Erlebnis machte. Eine ähnlich dramatische Entscheidung würden die Verantwortlichen der SG Viernheim am kommenden Sonntag gerne vermeiden. Im aktuellen Saisonabschnitt zählt jedoch weniger die Art und Weise des Erfolgs als vielmehr das Ergebnis.

„Es zählt nur ein Sieg“

Innerhalb der Mannschaft ist das Bewusstsein für die Bedeutung der Partie klar vorhanden. „Es zählt nur ein Sieg“, lautet die nüchterne Einschätzung aus dem Umfeld des Teams. Ein weiterer Punktverlust würde die ohnehin schwierige Situation erheblich verschärfen und die Chancen auf den Klassenerhalt drastisch reduzieren. In diesem Fall müssten die Planungen für die kommende Saison in der Kreisklasse B konkreter werden.

Die Begegnung beim SC Blumenau wird somit zu einem Wendepunkt für die SG Viernheim. Sie entscheidet darüber, ob die Mannschaft weiterhin im Rennen um den Verbleib in der Kreisklasse A bleibt oder ob der Blick endgültig zur Kreisklasse B gerichtet werden muss. Die Ausgangslage ist eindeutig, der Druck entsprechend hoch. Für die „Orangenen“ bietet sich am Sonntag die letzte realistische Gelegenheit, das Ruder noch einmal herumzureißen und neue Hoffnung im Abstiegskampf zu schöpfen.

Das Restprogramm der SG Viernheim (15.)

Sonntag, 12. April: 15 Uhr, Auswärtsspiel gegen den SC Blumenau (16.)

Sonntag, 19. April: 15 Uhr, Heimspiel gegen SG Hemsbach (9.)

Sonntag, 26. April, 15 Uhr, Auswärtsspiel gegen TSV Schönau (14.)

Sonntag, 3. Mai, 15 Uhr, Heimspiel gegen TSG 91/09 Lützelsachsen 2 (7.)

Sonntag, 10. Mai, 15 Uhr, Auswärtsspiel gegen SKV Sandhofen (2.)

Sonntag, 17. Mai, 15 Uhr, Heimspiel gegen SV Schriesheim (8.)

Montag, 25. Mai, 15 Uhr, Auswärtsspiel gegen TSG 1862/09 Weinheim 2 (4.)

Sonntag, 31. Mai, 13 Uhr, Heimspiel gegen SC 1910 Käfertal 2 (1.)

Text & Bild: VT

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